Maria Hilf
  Meditation: Maria, Mutter Gottes

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  Maria Hilf Votivbild







Heilige Maria,
Mutter Gottes


Bildmeditation


Das vorliegende Muttergottes Bild ist kein Gnadenbild. Es ist eine Votivtafel aus dem 18. Jahrhundert. Der Maler des Bildes ist nicht bekannt
Abgesehen vom Schmuck der farbigen Steine, die eine besondere Verehrung und Dank ausdrücken, zeigt es aussagekräftiger als viele Gnadenbilder das Verhältnis Maria's sowohl gegenüber ihrem Sohn Jesus, als auch als Führsprecherin der Gläubigen.
Aussagekräftiger ist auch die Darstellung von Jesus, dem Spender der Gnaden, die die Menschen erfahren haben und immer noch vielfach erfahren..
Dieses Bild, hervorgegangen aus einer guten Kenntnis der Theodokos (Gottesgebärerin) und Hodegetria (Mutter Gottes) Darstellung auf Ikonen, zeigt folgende wichtige Merkmale:
Maria sieht den Betrachter, den Gläubigen an,
Jesus sieht den Betrachter, den Gläubigen an,
Jesus spendet den Segen mit der einen Hand und hält ein Kreuz in der anderen Hand.
Jesus ist im Vordergrund, Maria im Hintergrund.
Der Hintergrund des Bildes, der bei Ikonen immer in Gold gezeichnet ist, wird nur in den Heiligenscheinen beider Personen sichtbar, ansonsten ist er dunkel, schwarz gehalten.
Symbolhaft sagt uns das Bild:

Aus dem Dunkel der Zeit, aus dem Dunkel der menschlichen Unzulänglichkeit, des menschlichen Unvermögens, ein Mensch nach dem Schöpferwillen Gottes zu sein, leuchten zwei besondere Menschen heraus:
- die große Gestalt von Maria - mit ihren eher zierlichen Händen teils auf das Kind hinweisend, teils das Kind zum Betrachter hinschiebend - ist bekleidet mit einem blauen Mantel: einerseits das Blau des Himmels (Himmelskönigin, ... Meerstern ...), andererseits das Blau des "Blaumanns", der Arbeitskleidung der arbeitenden Bevölkerung. Dieses Blau zeigt ihren Mut zum Dienen an: ihre Bereitschaft zur Arbeit, zum Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber.
Ihr Leibgewand ist rot. Mit Rot verbindet sich die Bedeutung: Liebe, Leid, Blut. Sie ist der Mensch, die Frau, die in vollkommenster Weise auf die Liebe Gottes geantwortet hat, Sie ist aber auch die Schmerzensmutter, die ihren Sohn am Kreuz erleben mußte; ihr Herz wurde von sieben Schwerten des Schmerzes durchbohrt.
- im Schutz der großen Gestalt von Maria, die Gestalt ihres Kindes Jesus:
Symbolisch bekleidet mit dem goldenen Gewand der Königswürde und einem goldrotem Hemd, ebenfalls mit der Bedeutung: Liebe und Leiden.
Mit der rechten Hand segnet Jesus, in der anderen Hand hält er das Kreuz - bedeutungsvoll rein zufällig vor dem Herzen Maria's - in der zentralen Mitte des Bildes, als wollte er sagen: im Kreuz ist Heil (1Kor 1,18).
- Segen und Kreuz sind in einem Gleichgewicht: er war bereit, für das Heil der Menschen, für das Heil jedes Einzelnen, das Kreuz auf sich zu nehmen und fordert den um den Segen Bittenden auf, ebenfalls das Kreuz auf sich zu nehmen.
Das Kreuz ist das zentrale Zeichen des Glaubens und läßt sich am ehesten mit der Mutterliebe vergleichen: eine liebende Mutter ist bereit, sehr, sehr viel Leid und Mühe auf sich zu nehmen, um ihr Kind zu schützen, zu nähren und groß zu bekommen. Darum auch der Ort des Kreuzes vor dem Herzen von Maria.
Das Bildnis von Jesus ist voller Bewegungen: das Segnen, das Hochheben des Kreuzes, die Füsse, die auf den Betrachter hinzugehen scheinen.
Maria im Hintergrund dagegen: Ruhe ausstrahlend, in dienender Haltung mit leicht geneigtem Kopf, ein Zeichen des Hinhörens: das Hören auf den Auftrag Gottes, und das Hören auf die Bitten derer, die zu ihr flehen.





2. Meditation


© Martin Gmelch